Sie sind hier

Startseite

Über's Üben

Kinder lernen üben!

Anleitung für Eltern

In diesem Beitrag möchten wir das Thema ansprechen, das sicherlich die meisten Eltern
musizierender Kinder in Atem hält. Viele leidgeprüfte 
Eltern kommen mit diesem
Thema zu uns: „Mein Kind will nicht üben! Was soll ich denn nun tun?".
Wie soll man sich zu dieser Frage verhalten!?

MUSS denn überhaupt geübt werden?
Genügt es nicht, ein wenig Spaß beim Musizieren zu haben?

Wie wir alle wissen, kommt der Spaß am Musizieren erst, wenn man sein Instrument
beherrscht. Und dafür muss man üben, und zwar regelmäßig!

Viele Kinder üben gern und freiwillig, manche leiden phasenweise unter Unlust,
und wieder anderen fällt es wirklich schwer.

Der Stress beim Üben hat nichts mit Begabung zu tun, sondern mit der
Persönlichkeit des Kindes und den Anforderungen, die es an sich selbst zu stellen vermag.
Das eine Kind ist geduldig und läßt sich nicht entmutigen, ein anderes gibt schnell auf,
wenn sich nicht sofort das gewünschte Ergebnis einstellt. Manche Kinder arbeiten
methodisch, wieder andere lösen das Problem eher intuitiv. Es gibt Kinder, denen alles
„zufliegt", 
und es gibt Kinder, die sich auch den kleinsten Erfolg hart erkämpfen müssen.

Was versteht man eigentlich unter „Üben"?

Um ein Musikstück gut spielen zu können, sollte man erstens die richtige Abfolge der
Töne beherrschen, zweitens diese Töne mit entsprechend 
guter Technik spielen und
sich drittens bemühen, dabei auch einen schönen Klang zu erzeugen.

Dies alles kommt nicht von allein - es muß erlernt werden. Und dafür muß man sich ein
wenig anstrengen, und zwar mit allen Sinnen, geistig, 
seelisch und körperlich.
Denn die Feinmotorik lernt erst nach und nach, Abläufe zu spielen, die in einem
schnellen Tempo gar nicht mehr 
nachvollziehbar sind, das heißt, solche Passagen
müssen oft und vor allem langsam wiederholt werden, bis sie im richtigen Tempo
abgerufen 
werden können. Dieser Prozeß verlangt ein hohes Maß an Konzentration,
Ruhe, Ausdauer und Geduld.

 

Ganz konkret heißt Üben:

1. häufiges Wiederholen des Stückes,

2. gezielte Klangsuche,

3. analysieren und beheben technischer Probleme.

 

Nach unserer Erfahrung finden sich aber immer gute Ausreden, nicht zu üben.

Hier die drei Häufigsten 


„Keine Zeit!“

„Wir hatten leider gar keine Zeit zum Üben!" Mit diesem lapidaren Kommentar
begründen vor allem kleinere Kinder ihr Versäumnis. 
Warum sie keine Zeit hatten,
bleibt in der Regel offen. Ältere Schüler sind da etwas genauer: „Ich konnte leider
nicht richtig üben, 
wir haben in der Schule sooo viele Arbeiten geschrieben!"
Regelmäßiges Üben scheint demnach ein organisatorisches Problem zu sein.
Bei kleinen Kindern müssen die Eltern darauf achten, 
dass die Routine eingehalten
wird. Denn die Kleinen überblicken ihren Tagesablauf noch nicht. Es kann sehr leicht
passieren, dass 
sie den ganzen Tag an das Üben denken, aber irgendwie doch nicht
den Weg zum Instrument finden. Am besten setzen Sie sich am 
Anfang mit Ihrem Kind
zu einer festgesetzten Zeit (zum Beispiel vor dem Abendessen) an das Instrument und
beaufsichtigen das Üben.

Je älter die Kinder werden, desto mehr Eigenverantwortung übernehmen sie für die
Einteilung ihres Tagesablaufs. Dann genügt es, 
mit Nachdruck an das Üben zu erinnern. 

 

„Keine Lust!" 

Unlust ist eine Frage der Erziehung. Die Kinder nutzen das Thema Üben,
um Grenzen auszuloten:
„Wie weit kann ich gehen. Wie ernst meint es Mama mit ihren Anweisungen?"

Viele Eltern kleiner Kinder sind sehr verunsichert, wenn es zu Hause wegen
des Übens zu Auseinandersetzungen kommt. Sie denken schnell:
„Mein armes Kind ist vielleicht doch überfordert.
Ob wir es nicht besser lassen sollten?"

Geben Sie Ihrem Gefühl nicht nach! Lassen Sie sich nicht täuschen!
Die Kinder stellen Sie nur auf die Probe!

Wenn ein kleines Kind für zehn bis zwanzig Minuten üben soll,
ist es auf keinen Fall überfordert.
Am besten setzen 
Sie ruhig und freundlich, aber bestimmt Ihre Anweisungen durch.

 

„Keine Ahnung!"

Falls Ihr Kind das Üben verweigert, weil es angeblich mit den gestellten Aufgaben
nicht zurechtkommt, ist das ein Problem der richtigen Strategie.

Fast alle Kinder tendieren dazu, ein Stück von vorne bis hinten in einem ziemlich
hohen Tempo durchzuspielen. Machen sie irgendwo einen Fehler, wird nicht etwa
die betreffende Stelle geübt, sondern wieder von vorn angefangen.
Meist stolpern sie wieder über genau dasselbe Problem. Mit wachsender Ungeduld
und Wut wird noch einmal von vorn begonnen, diesmal mit gesteigertem Tempo.
Das es nun erst recht nicht klappt, liegt auf der Hand.

In diesem Fall sollten Sie unbedingt darauf bestehen, dass das Kind langsam übt,
schwierige Stellen gesondert unter die Lupe nimmt und den Anweisungen des
Lehrers folgt, selbst wenn es mühsam ist.

„Ich kann die Noten nicht lesen", ist auch eine beliebte Ausrede.
In den meisten Fällen könnten die Kinder das schon, wenn sie sich nur bemühten.
Sicherheitshalber sollten Sie aber den Lehrer auf das Problem aufmerksam machen,
damit er gezielt dagegen angehen kann.

 

Natürlich stehen wir und unsere Lehrer Ihnen gerne beratend zur Verfügung sollte es
mit dem Üben zu Hause Probleme geben.

 

In diesem Beitrag sind Auszüge aus dem Buch „Jedes Kind will musizieren „
von Andrea Rittersbergen benutzt worden.

 

Die Musikschule Soundcheck wünscht Ihnen und Ihren Kinder
eine schöne Zeit beim Musizieren

 

 

 

 

Session-Music

Kontakt

Jens Urban
Schulleiter
Bahnhofstraße 3       
61250 Usingen

Büro Öffnungszeiten
Mo.-Fr. 14:00 - 19:00 Uhr

Telefon: 06081- 929606
E-Mail: info@soundcheck-musikschule.de

interner Bereich